Der 93-Jährige
(Jahrgang 1932) kam 1938 zusammen mit seinen Geschwistern in ein jüdisches
Kinderheim nach Schwabing. Grube schilderte sehr eindringlich, wie es sich anfühlte,
als er als Kind den Judenstern tragen musste und von seinen nichtjüdischen
Altersgenossen verspottet wurde. Zudem zeigte er Bilder seiner im Holocaust
ermordeten Verwandtschaft und einiger Freunde aus dem Kinderheim.
Die Tatsache, dass Grubes Vater nach damaligem Verständnis „arisch“ war, rettete
der Familie wahrscheinlich das Leben. Trotzdem wurde seine Mutter zusammen mit
ihm und seinen Geschwistern im Februar 1945 in das Ghetto Theresienstadt
deportiert. Glücklicherweise konnte sich die ganze Familie nach dieser schlimmen
Zeit im Juni 1945 in München wieder in die Arme schließen.
Bevor Herr Grube mit seinem Vortrag begann, wurde er von der Klasse 8a durch ihre
eigens entworfene Ausstellung „Auf den Spuren von Josef Schmid. Leben im KZ
Dachau.“ geführt.
Vielen Dank an das Kreisjugendamt Schwandorf, die diese Veranstaltung finanziell
unterstützt haben.



