Sophie-Scholl-Mittelschule bayernweit spitze

Vorbilder nicht nur in Zeiten von Corona

Vier Hauptpreise wurden im Beisein von Anna Stolz, Staatssekretärin im Bayerischen Ministerium für Unterricht und Kultus, an vier Schulen vergeben.

Als einzige Mittelschule in Bayern wurde die Sophie-Scholl-Mittelschule Burglengenfeld mit ihrem Lehrer Christian Birk ausgezeichnet.

 

Eigentlich hatten sich die Schüler auf eine Fahrt nach München ins Kultusministerium zur Preisverleihung durch den Schirmherren Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo gefreut. Aber wegen der aktuellen Corona-Lage gab es „nur“ eine virtuelle Preisverleihung. Die Jurymitglieder versuchten, das Beste aus der Situation zu machen, und schalteten sich mit guter Laune in die Klassenräume zu.
Dr. Arvid Castringius von der Castringius Stiftung, die den Preis „Eine Klasse für sich und andere“ in diesem Jahr erstmals bayernweit ausgeschrieben hatte, hatte angesichts der vielen engagierten Projekte das Preisgeld sogar noch einmal aufgestockt: „Besonders beeindruckt bin ich davon, dass ihr etwas geschaffen habt, was wir immer und auch besonders in der vierten Welle brauchen werden.“
Die Projektgruppe der Sophie-Scholl-Mittelschule erkundeten die Engagement-Möglichkeiten in ihrem Heimatort und entwickelten unterschiedliche Ideen, junge Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern. Dafür wurde mit der Programmierumgebung Scratch ein Spiel entwickelt, um sich über Das Thema Ehrenamt zu informieren. Zudem beeindruckte die Jury, dass der Projektleiter Christian Birk mit seiner Frau kurzerhand selbst zum Spaten griff und 25 Robinien allein im Wald einpflanzte, da sich seine Projektgruppe mal wieder im Lockdown befunden hatte.
Mittlerweile engagieren sich schon einige Projektschüler in verschiedenen Ehrenämtern: Gleich drei Schüler waren schon bei der Freiwilligen Feuerwehr, einer bei der Jura-Blaskapelle Pilsheim, eine Schülerin engagierte sich als Trainingshelferin und eine möchte künftig das Frauenhaus unterstützen. 

Hier geht es zum Spiel: https://scratch.mit.edu/projects/555399219/

Hier gehts zum Presseartikel in der Mittelbayerischen Zeitung: https://www.mittelbayerische.de

Foto: Stefan Barte

Theaterstück „hab mich lieb“ an der Sophie-Scholl-Mittelschule

Im Rahmen des Projektes „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ durften die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen und der 9Ma/b am 19.11. 2021 eine Vorstellung des ue theaters Regensburg besuchen, das in der Stadthalle Burglengenfeld stattfand.

Das Stück „hab mich lieb“ bereitet das Thema selbstbestimmte Sexualität auf, das von den Schauspielern Jessica Schilling und Ole Bosse auf eine sehr direkte und jugendliche Art und Weise präsentiert wird. 

Marlies und Jakob verlieben sich ineinander. Marlies ist ein fortschrittliches Mädchen aus einem aufgeklärten Elternhaus. Jakob dagegen leidet sehr unter seiner von Tabus beherrschten Erziehung. Doch trotz ihrer unterschiedlichen Voraussetzung scheint es, anfangs gut zu klappen. Schließlich aber verliert Jakob die Kontrolle, als er glaubt, Marlies zu verlieren. Neben den Spielszenen wird in Einschüben unter anderem auf die Thematiken Verhütung, Pornographie und körperliche Veränderungen während der Pubertät eingegangen. Zudem wurden auch darüber gesprochen, was in einer Beziehung schief gehen kann. Nach dem Stück stellten sich die Schauspieler noch den Fragen der Schüler*innen und gaben offen auch sehr persönlich Auskunft. Das Kreisjugendamt Schwandorf unterstützte diese Veranstaltung. 

Wertebotschafterin besucht die Mittelschule

Zusammen mit der Wertebotschafterin Lorena Pugia führte die Klasse 7M der Sophie-Scholl-Mittelschule Burglengenfeld einen sogenannten Wertedialog. Klassenlehrer Christian Birk lud dazu die Bildungsinitiative GermanDream ein. Für ihr gesellschaftliches Engagement wurde Düzen Tekkal, die Initiatoren von GermanDream, erst kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Ziel der Bildungsinitiative ist es, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, ihre eigenen Träume zu verwirklichen. „Wir sind durch die Bayerische Landeszentrale für Politische Bildung auf GermanDream aufmerksam geworden. Die Idee über persönliche und gesellschaftliche Werte einen Dialog mit einer Wertebotschafterin zu führen, klang sehr spannend“, sagte Birk zum Anlass des Projekts. Minos Blanz, ein Mitarbeiter von GermanDream, reiste für den Wertedialog extra aus Berlin an.

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Jüdisches Leben in Burglengenfeld

 

Wer war Dr. Edith Zemenszky-Földes?

Im Rahmen eines Geschichtsprojekts der Sophie-Scholl-Mittellschule suchte die Klasse 7M mit ihrem Lehrer Christian Birk nach Spuren jüdischen Lebens in Burglengenfeld.
„Das Beste, was man gegen das Vergessen tun kann, ist sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen.“, sagt Birk zum Anlass des Geschichtsprojekts. Die Verbrechen im Nationalsozialismus würden zwar schon immer Unterricht behandelt, aber die Verantwortung, die wir auch heute noch haben, werde im reinen Buchunterricht nicht deutlich genug. „Unsere Schule ist nach Sophie Scholl benannt, vor dem Eingang hängt das Schild Schule ohne Rassismus. Wir wollen uns nicht nur mit Etiketten schmücken, sondern tatsächlich couragiert handeln und bewusst an jüdischen Leben erinnern.“, erklärt der Pädagoge weiter.

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Heimatmobil besucht die Mittelschule

Unter dem Motto „Olle mitmachen“ war Anfang Oktober das Heimatmobil des Bezirks Oberpfalz mit Bezirksheimatpfleger Florian Schwemin an der Sophie-Scholl-Mittelschule Burglengenfeld zu Gast. In kleine Gruppen erkundeten die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse die Besonderheiten der Oberpfalz.
 „Was ist Heimat?“, lautete die erste Frage des Geschichtsexperte. Begeistert erkundeten die Kinder anschließend die kleinen Figuren und Gegenstände im Heimatmobil. „Besonderen Anklang fanden auch die Geruchsproben aus unserer Heimat. Von heimischen Kräutern über frischen Pferdemist war alles dabei.“, beschreibt Klassenlehrer Herr Händel schmunzelnd seine Eindrücke vom Heimatmobil.
Auch allerhand weitere Dinge gab es dort zu entdecken: Ein Miniaturkabinett lud die Kinder zum Spielen ein und  traditionelle Kleidung aus dem letzten Jahrhundert konnte bestaunt werden. Fasziniert waren die die Schüler auch von den verschiedenen Oberpfälzer Dialekten, die ihnen Herr Schwemin vorspielte.
Zum Abschluss wurden es noch einmal kreativ: Die Schülerinnen und Schüler dichteten zusammen mit Heimatpfleger Schwemin den Text für einen echten Oberpfälzer Zwiefachen. Natürlich wurde dieser lautstark vorgetragen und blieb vielen noch lange im Ohr.
„Insgesamt war dies ein sehr gelungener Tag für die beiden Klassen. Spielerisch gewannen die Schülerinnen und Schüler neue und spannende Erkenntnis über ihre Heimat gewinnen“, war das Fazit von Klassenlehrer Händel.

Foto: Evelyn Gmach